Ruhetag in St. Louis

Gleich vorweg: Das Wort Ruhetag passt überhaupt nicht. Nicht im Geringsten.
St. Louis ist eine quirlige, hektische Stadt, dort, wo der Senegal ins Meer fließt.

Heute morgen nach dem Frühstück gingen wir erst einmal an den Strand, der auf den ersten Blick riesig und leer erscheint.
So hatten wir eigentlich geplant, vormittags gemütlich am Strand zu liegen, und nachmittags dann in die Stadt zu fahren.

Aus dem am Strand liegen wurde aber nichts, schnell waren die weißen ausgemacht und uns wurden alle möglichen Dinge angeboten. Selbstgemachte Holzmasken, Ketten, Muschelschmuck, Sandbilder, selbstgenähte Hosen..

Und die Leute sind gut. Jetzt, am Abend, haben wir nahezu alle Mitbringsel beisammen, in Gambia müssen wir eigentlich nichts mehr kaufen.

Und obwohl der Tag sehr anstrengend war, hat er eine Menge Erlebnisse mit sich gebracht: Wir haben uns mit vielen Leuten abseits des Handels unterhalten und sogar mit einer senegalesischen Band zusammen getrommelt und und mit einem Holzschnitzer Tee getrunken.

Einem aus der Band habe ich vorhin meine Gitarre geschenkt. Tauschhandel funktioniert aber auch gut. So haben wir heute auch eine Thermoskanne, ein Zelt, eine Jeans und einen Klappstuhl und ein Set Spanngurte eingetauscht.

Gastfreundlich sind sie jedenfalls hier, auch wenn der fade Beigeschmack bleibt, dass man als Weißer leider als stinkreich gilt,  gleichermaßen hat man im Senegal einfach kaum eine Möglichkeit, Arbeit zu finden und irgendwie Geld zu verdienen. Vor unserem Campinghotel lagern Händler, das sieht ungefähr so aus wie bei uns, wenn ein neues iPhone rauskommt.

Jetzt gibt es erst einmal Abendessen, und morgen fahren wir um 6 Uhr los, damit wir die Fähre über den Gambia River im Hellen erwischen. Es wird die letzte Etappe sein, morgen werden wir nach 3 Wochen Fahrt in Banjul ankommen.

Aus Zeitgründen werden wir die Neuigkeiten für gestern und wegen geringer Bandbreite Bilder für heute nachreichen.